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Curriculum

  • Ein Curriculum ist eine Darstellung von Lehr- und Studienprozessen zum Zwecke der Einwirkung auf Unterricht;

  • Curricula entstehen durch systematische Entwicklung, durch absichtsvolle Gestaltung, durch PLANUNG

  • Ein Curriculum ist Output eines "Curriculumsprozesses und Input eines Lehrsystems" (M. Johnson jr.)

Das Wort Curriculum (Pl. Curricula; aus lateinisch: Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn, Lauf [z. B. eines Gestirns]) wird gelegentlich mit „Lehrplan“ oder Lehrzielvorgabe gleichgesetzt. Ein Lehrplan ist in der Regel auf die Aufzählung der Unterrichtsinhalte beschränkt. Das Curriculum orientiert sich hingegen mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- oder Lernprozesses oder des Studiengangs. Insbesondere enthält es Aussagen über die Rahmenbedingungen des Lernens. In der didaktischen Fachdebatte wurde der Begriff Curriculum Anfang der 1970er Jahre aus den USA (re)importiert und sollte eine möglichst präzise Regelung nicht nur von Lernzielen und Lerninhalten, sondern auch von Lernprozessen und der Lernorganisation umfassen. (Wikipedia)

Gründe für Curricula
  1. Mangelnde Öffentlichkeit der Entscheidungen und Unklarheiten über die Zusammensetzung von Kommissionen.
  2. Mangel an Lehrplänen
  3. Unzureichende Einbeziehung von Wissenschaft und Vorherrschaft von Administration
  4. Inhaltliche Ausrichtung auf bloße Stoffpläne
  5. Wirkungslosigkeit von Lehrplänen

Unterschied zwischen Lehrplan und Curriculum:

Lehrplan:

  • festgeschriebenes Ergebnis einer Phase im Prozess der Planung von Lehr- bzw. Lernvorgängen
  • Funktion: Vereinheitlichung von Bildung in seinem jeweiligen Gültigkeitsbereich
  • Aussagen über verbindliche Lernziele und –Inhalte
  • Ausgangspunkt aller systematischen Unterrichtsplanung
  • kompromissartiger Konsens gesellschaftlicher Interessengruppen bei Vermittlerrolle des Staates

Curriculum:

  • gerichtet auf gesamten Planungsprozess von der Legitimation bis zur Evaluation
  • bezogen auf sämtliche Dimensionen von Lernprozessen, auf Lernziele, Lerninhalte, Lernverfahren, Lernmittel und institutionelle Lernorganisation
  • legt den Prozess der Legitimierung und Bestimmung von Zielsetzungen von Lernvorgängen offen
  • bezeichnet einen permanenten Prozess mit dem Zwang zu ständiger Revision

Fazit:

Das Curriculum ist eine spezifische, systematisch und analytisch angelegte Form eines Lehrplans,  in dem die Lernziele systematisch nach inhaltlichen und hierarchischen Gesichtspunkten in Kategoriesystemen geordnet sind und in dem darüber hinaus Operationalisierungskriterien formuliert und Vermittlungshinweise gegeben werden.

(Quelle: Prof. Bernd Meier)

 
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